
Jugendfahrt 2006
Langbathsee und Traunsee
21. – 23. Juli 2006
Nach den verregneten Jugendtauchwochenenden in den vergangenen Jahren hatten wir diesmal Glück: es war sehr heiß.
Leider sprang aber das Leihauto nicht gleich an, so dass sich die Abfahrtszeit der Augsburger „Crew“ verzögerte. Trotz all dieser widrigen Umstände kamen auch die Letzten wohlbehalten in unserer Unterkunft in Ebensee am Freitag Abend an. Übers Wochenende durften wir Internatsschüler spielen, denn das Schulzentrum Josee ist eigentlich außerhalb der Ferien eine Schule mit Internat und Kindergarten. Wir wurden herzlich empfangen von Frau Ajdinovic, die uns noch allerhand Zugeständnisse machte, wie Kühlraum benutzen für das Grillgut oder im Heizkeller die Tauchsachen aufhängen.
Nach einer heißen Nacht (...) gab es Frühstück und die gelben T-Shirts saßen danach zur Beratung über den weiteren Verlauf des Tages zusammen.
Ergebnis der Beratung: ab zu den Langbathseen. Man bemerke den Namen, der sich daher erklären lässt, dass diese Seen wegen ihrer Wärme lange zum Baden geeignet sind. Das Tauchen ist nur im Vorderen Langbathsee erlaubt. Und dort war der einzige Tauchlehrer vor Ort Wolfgang, den man an diesem Tag mehr im Tauchanzug als in Badehose sah. Eine Forelle wurde gesichtet und die Kinder Nicole, Daniela, Julian, Benjamin, David, Yoshua, Markus, Julia und Stefan waren vor allem von den vielen Elritzen (phoxinus phoxinus) fasziniert. Außerdem gab es noch Bäume mit Hinweisschildern nach Kuba u.ä..
Matthias und Michael haben im Langbathsee Bronze bestanden. Sonja Adorf hatte ihre Prüfung kurz zuvor im Ilsesee gemacht. Am Abend wurden sie zusammen mit den anderen Bronze-Tauchern Philipp, Katrin, Silvia und Simone mit einer Tauchertaufe gewürdigt. Sie mussten einen Schnorchel in den Mund nehmen und nun konnte Daniel seines „Amtes“ walten und goss Wasser hinein. Ab und zu drohte er damit, auch Olivenöl beizumischen. Es war nicht nur Daniel, der Spaß an der Situation hatte, sondern alle Zuschauer, die satt von reichlich Grillen (nicht zu verwechseln mit den kleinen Tierchen!) und lecker Salat (danke Daniel!) sich an diesem Schauspiel ergötzten.
Mir als Nichttaucherin, der es schon zuwider ist, wenn beim Schnorcheln etwas Wasser in den Schnorchel fließt, ging es beim Zuschauen nicht so gut. Da wir an dem Vorderen Langbathsee die anderen Badegäste etwas eingeengt hatten (es gibt dort nicht so viel Liegewiese) und wir außerdem mit dem Rettungspersonal aneinander geraten waren, da zwei „unserer“ Kinder mit Steinplatten gespielt und sie dann versenkt hatten (ältere Menschen können nur auf diesen Platten ins Wasser, da sie sonst von dem spitzen Kies "aufgespießt" werden!), hatten „die Gelben“ entschieden, dass wir am Morgen unser Quartier verlassen und mal den Traunsee taucherisch untersuchen wollten. Wir fanden dann auch ein schönes Plätzchen bei Altmünster mit großer Liegewiese und einem Schwimmbad. Der Bademeister machte uns einen Sonderpreis. Die Pressluftflaschen waren über Nacht in der Tauchstation geblieben zum Füllen. Leider stellte sich nun beim Tauchgang heraus, dass die Luft mit Öl vermischt war, was zur Folge hatte, dass erst mal alle wieder das Wasser verlassen mussten. Josef und Daniel fuhren sofort mit einer Beweisflasche zur Tauchstation, um die Angelegenheit vor Ort zu klären. Bald darauf stellten wir in unserem Strandbad fest, dass doch noch ein paar Tauchgänge möglich waren, da wir noch Luft aus Deutschland hatten. Im Traunsee erwies sich das Tauchen als interessanter, da wenigstens ein paar Flussbarsche, kleine Kroppen und Teile von Aalen gesehen wurden. Alles in allem ein wunderschönes Wochenende, nur leider müssen jetzt alle Pressluftflaschen und Lungenautomaten zur Wartung, was sehr teuer ist, aber hoffentlich komplett von der österreichischen Tauchbasis übernommen wird.
Ich hoffe, ich habe namentlich niemanden vergessen. Dir nochmal vielen Dank für Deinen Einsatz bei den kulinarischen Höhepunkten!
Liebe Grüße von Sonja
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